Ferienprogramm

Spannen und Spaß haben

 22.07.2018
Spannen, anvisieren und schießen – beim Bogenschießen sind Kraft und Konzentration gefragt.
Spannen, anvisieren und schießen – beim Bogenschießen sind Kraft und Konzentration gefragt. (Michael Braunschädel)

Einen Pfeil nach dem anderen schießen die Kinder auf die Zielscheiben. Manch einer landet in der goldenen Mitte, andere weiter außen – manchmal fliegt sogar einer vorbei und landet im Rasen. Doch das eigentliche Ziel bei der Ferienaktion des Schützenvereins Dauelsen war sowieso ein anderes: Spaß.

„Wir versuchen, den Kindern das Bogenschießen nahezubringen“, erklärte Heiko Zierow, der am Sonnabendnachmittag als einer der Betreuer für die potenziellen Nachwuchsschützen verantwortlich war. Denn genau darum ging es. „Eigentlich kommen immer zumindest ein oder zwei Kinder wieder und bleiben dann vielleicht auch im Verein“, erklärt Zierow, der den Schützenverein Dauelsen selbst auf Landesmeisterschaften vertritt. Insgesamt war es das dritte Mal, dass der Verein einen solchen Nachmittag zum Reinschnuppern angeboten hat.

 

Am Anfang hieß es für die acht- bis zwölfjährigen Teilnehmer, zu ermitteln, wie herum sie den Bogen am besten halten und mit welchem Augen sie zielen würden. „Denn Rechtshänder zu sein bedeutet nicht gleich, dass man auch Rechtsschütze ist,“ erklärt der Profi seinen Schützlingen. Dafür gebe es einen simplen Trick. Man müsse nur einen kleinen Kreis mit den Fingern bilden und hindurch einen Zielpunkt ins Visier nehmen. „Dann schließt man jeweils ein Auge und schaut, mit welchem man noch immer das Ziel durch die Finger sehen kann. Das ist dann das dominante Auge.“

Anschließend ging es um das einzige, was noch wichtiger war als der Spaß: die Sicherheit. „Geschossen wird nur, wenn alle hinter der weißen Linie sind“, erklärte das Betreuerteam den Kindern, „und die Pfeile holt ihr erst dann, wenn wirklich alle fertig sind mit schießen.“ Außerdem wurde ihnen beigebracht, wie Arm- und Fingerschutz richtig anzubringen sind und wie man unfallfrei spannen und zielen kann.

Dass das Leistungsniveau der Schüsse zunächst sehr variierte, spielte dabei überhaupt keine Rolle. „Als ich angefangen habe“, verriet Heiko Zierow, „da sah das auch nicht anders aus und ich war da schon lange kein Kind mehr.“ Um den Spaß auch wirklich ganz klar in den Vordergrund zu stellen, hatte sich das Team des SV Dauelsen auch ein paar lustige Kniffe überlegt, wie zum Beispiel das Schießen auf Wasserbomben. „Die Kinder sollen einfach herkommen und Spaß haben.“

Wer sich entscheidet, dabeizubleiben, könnte schon bald sein Können in Wettbewerben unter Beweis stellen. „Bei unseren Vereinsmeisterschaften kann man schon nach drei Monaten Mitgliedschaft teilnehmen“, erklärte Zierow. Für höhere Wettbewerbe müsse dann nur eine gewisse Leistung erbracht werden können. „Ich habe zwei Jahre gebraucht um auf die für die Landesmeisterschaft nötigen 70 Meter zu kommen.“

Eine zusätzliche Motivation für die Kinder war es wohl, dass sie gleich von einem Welt- und Europameister unterrichtet worden sind. Sebastian Rohrberg gilt als einer der besten Schützen des Landes und hat bereits mehrere große internationale Titel errungen. Er unterstützte Zierow und zeigte dem Nachwuchs Kniffe, die sofort zu erfolgreicheren Schüssen führten.

Dabei hatten einige der Teilnehmer sogar schon gewissen Vorerfahrung am Bogen. „Ich hab schon mal ein Probetraining gemacht und wollte gucken, ob ich es noch kann“, sagte Lennart Menzel aus Verden. Früher habe er es zwar besser gekonnt, „aber Spaß macht es noch immer.“ Damit war das Ziel des Tages also im Bullseye getroffen.

Quelle: https://www.weser-kurier.de/region/verdener-nachrichten_artikel,-spannen-und-spass-haben-_arid,1751318.html


Deutsche Meisterschaften

Kahllund holt sich souverän den Titel

05.03.2018 – Heiko Keib entwickelt sich immer mehr zu einem Hallenspezialisten im Recurve-Bogenschießen. Nach dem Gewinn des Einzeltitels 2016 in Hallbergmoos und dem Mannschaftsgewinn von Silber mit dem SV Querum landete er in diesem Jahr mit Querum beim Bundesligafinale wieder als Dritter auf dem Podest und scheiterte im Einzel - für den SV Dauelsen startend - bei den Titelkämpfen in der Solinger Klingenhalle erst im Finale. Neuer Deutscher Meister wurde der Europameister im Freien von 2013, Florian Kahllund aus Fockbek, durch einen klaren 7:1-Erfolg.

Kahllund schoss in diesem Finale mit jeweils zwei Mal 30 und 29 Ringen im Finale nahezu optimal und ließ Keib daher keine Chance. Bronze holte sich Konrad Komischke durch ein 7:3 über Carlo Schmitz. Während Kahllund durchgehend Klasseleistungen bot und relativ ungefährdet ins Finale vormarschiert war, hatte Keib ausgerechnet im Viertelfinale mit dem Olympianeunten Florian Floto aus dem eigenen Verein einen schweren Brocken aus dem Weg zu räumen. Keib gewann nach 5:5-Satzausgleich erst durch ein 10:10 im Stechen und den näher an der Scheibenmitte liegendem Pfeil. 

Bei den Frauen fehlten die Berliner Stars Elena Richter und Lisa Unruh, die noch wenige Tage zuvor in den USA Mannschaftsweltmeister geworden waren, Elena Richter hatte zudem den Einzeltitel gewonnen. Die Dritte aus dem Team, Michelle Kroppen, behauptete sich lange im Feld, doch im Halbfinale scheiterte sie glatt mit 0:6 an Meike Räder. Kroppen sicherte sich schließlich ebenfalls mit 6:0 über Elena Neumann Bronze.

Meike Räder gewann hingegen im Finale der Außenseiterinnen gegen Isabel Kühl Gold allerdings erst nach hartem Kampf. Zunächst führte Kühl mit 2:0 und 3:1, den Rückstand drehte Räder zur eigenen 5:3-Führung, bevor Kühl durch ein 28:27 im letzten Satz ein Stechen erzwang. Auch hier ging es eng zu, Räder gewann mit 10:9.

Das Goldfinale mit dem nichtolympischen Compoundbogen gewann Thorsten Knapp aus Kamen durch ein 147:142 über Henrik Hornung, Mitglied der Bronzemannschaft vom Weltcup im August in Berlin. Bronze ging an Christian Spura nach einem 144:143 über Andre Heining. In der ersten direkten Ausscheidungsrunde hatte ein großes Favoritensterben eingesetzt, denn mit Ralf Lafleur, Lars Klingner, Kai Knechtel, Marcel Trachsel und Sebastian Hamdorf schieden gleich fünf Nationalschützen im Achtelfinale aus.

Eine Finalkonstellation mit überraschenden Teilnehmerinnen gab es am Freitag auch bei den Frauen. Mit Jennifer Wenzl und Madeline Pütter (Foto) aus Weil im Schönbuch und Herne hatten zwei Schützinnen ohne bisherigen Nationalteameinsatz das Endspiel erreicht. Jennifer Wenzl setzte sich mit 140:138 durch und wurde deutsche Meisterin.

Im „kleinen Finale“ fanden sich nach ihren knappen Halbfinalniederlagen mit jeweils einem Ring Unterschied die Nationalschützinnen wieder. Das Duell gewann Janine Meißner vom BSC Hochtaunus hauchdünn gegen die Karlsruherin Velia Schall. Nach dem 142:142-Remis trafen beide Schützinnen im Stechen in die Zehn, doch Meißners Pfeil lag näher an der Scheibenmitte und führte daher zu Bronze.

Mit dem Blankbogen holte mit Michael Meyer aus Wirsberg der Favorit den Titel. Meyer hatte nach 540 Ringen neun Ringe Vorsprung auf seinen besten Verfolger, Armin Raab aus Gechingen. Bei den Frauen setzte sich überraschend Anna Heß aus Düppenweiler durch. Sie hatte nach 527 Ringen einen Ring Vorsprung vor der Weltmeisterin von 2013 mit dem Compoundbogen, Kristina Heigenhauser, und verwies auch die Meisterin der letzten beiden Jahre, Simone Kramer, mit 510 Ringen auf Platz drei.

   Text: Harald Strier

Quelle: http://www.dsb.de/aktuelles/meldung/7055-Kahllund-holt-sich-souveraen-den-Titel


Mit 34 Gesamtpunkten auf Platz eins

Dauelser Kahllund für Hallen-WM in USA qualifiziert

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Florian Kahllund

Dauelsen/Kienbaum - Florian Kahllund gewann am Wochenende in Kienbaum den Qualifikationswettkampf zur anstehenden Hallenweltmeisterschaft, die vom 13. bis 19. Februar in Yankton (USA) ausgetragen wird.

Dabei setzte der Bundesligaschütze des SV Dauelsen in beiden Qualifikationsrunden mit 586 und danach 590 Ringen die Bestmarke. Zudem überzeugte der Student auch in den Match- und Finalrunden und sicherte sich damit souverän den ersten Platz unter elf angetretenen Recurve-Herren. Mit 34 Gesamtpunkten verwies er Cedric Rieger (SSG Vogel Östringen / 28) und Maximilian Weckmüller (BSG Ebersberg / 28) auf die Ränge zwei und drei. - ahe

Quelle: https://www.kreiszeitung.de/sport/lokalsport/kreis-verden/dauelser-kahllund-hallen-wm-qualifiziert-9550358.html

Trainingszeiten "LG & LP"

  • Donnerstag    18:00 - 19:00 Uhr Jugend, Schüler, Nachwuchs
  •                             20:00 - 21:00 Uhr Junioren                                                                                                  19:30 - 22:00 Uhr Damen + Schützen
  • Sonntag           10:00 - 12:00 Uhr Damen + Schützen

Trainingszeiten "Bogen" auf dem Bogenplatz

  • Dienstag         18:00 - 21:00 Uhr  allg. Training
  • Mittwoch       18:00 - 20:00 Uhr  Feldbogentraining
  • Donnerstag   17:30 - 19:00 Uhr  Schüler und Jugendliche  
                               19:00 - 21:00 Uhr  Erwachsene 


Schießsportanlage am "Bettenbruch"